Finanzkrise: Geld darf nicht verschleudert werden

Die ganze Welt blickt auf das Finanzministertreffen
der G7, wo über die Antwort auf die Finanzkrise entschieden werden soll. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Gelder nicht einfach in einem massiven Banken „Bail-out“ verschleudert werden,
sondern dass durch eine staatliche Investition "Eingekauft" wird, damit
die Steuerzahler nachher an den Gewinnen beteiligt werden. Nur durch
eine Verschärfung der Bankenaufsicht wird eine fundamentale Revision
des Gesamtsystems möglich gemacht.

Unterzeichnen Sie
diese Petition und leiten Sie diese Email an alle die Sie kennen, indem
Sie folgendem Link folgen:

http://www.avaaz.org/de/global_public_rescue

Finanzkrise: Manager auf dem Götterthron

Lehman Brothers in den USA hat über
400 Milliarden Euro verbrannt. Eine unvorstellbare Summe. Nur zum
Vergleich: Der deutsche Bundeshaushalt beträgt 288 Milliarden
Euro. Das globale Finanzsystem ist zu eine Lotterie verkommen.
Finanzdienstleistungsgeschäfte haben im Gegensatz zu
Investitionen in produktive Bereiche einen immer größeren
Anteil an der Wall Street bekommen. Die Manager, die dieses Geld
verwalteten und damit spekulierten haben jeden Sinn für Realität
verloren. Einige Thesen möchte ich hier in den Raum stellen:

Die Gier und die Maßlosigkeit ist ein Geistesgift, der im
ungezügelten Kapitalismus unvorstellbaren Schaden angerichtet
hat. Jetzt muss der Staat einspringen, um marode Kredite in den USA
aufzufangen. Es soll ein 700 Milliarden-Dollar Rettungspaket
geschnürt werden, um marode Immobilienkredite aufzufangen. Es
ist eine Lehre für Alle, die weniger Staat und einen freien
Markt propagieren. Um Schaden für das Allgemeine Wohl abzuwenden
sind nun klare Regeln notwendig.
– Erfolg macht blind. Über
Jahre wurden Manager an der Wall Street mit Erfolgsprämien in
Millionenhöhe entlohnt. Die Boni und Prämien wurden
meistens zum Ende eines Geschäftsjahres ausgezahlt.  Wie
sieht aber der vermeintliche Erfolg  in drei, in fünf oder
zehn Jahren aus?
– Wer auf einem Götterthron sitzt hat einen
Tunnelblick. Anregungen oder Kritik vom "Fußvolk"
wird nicht wahrgenommen. Der Tunnelblick führt zu einer
verzerrten linearen Wahrnehmung der Realität.  Manager auf
dem Götterthron versammeln Speichellecker und Ja-Sager um sich.
Kritik kommt von "Gegnern" und "Feinden".

Nach der Lehre der chinesischen Wandlungsphasen sucht die Schöpfung
immer das Gleichgewicht, damit das Leben als Ganzes erhalten bleibt.
Was wir jetzt erleben ist ein reinigendes Gewitter. Der Wohlstand
verteilt sich neu. Nichts wird so sein wie vorher. Die Erde, das
Erd-Element, braucht eine Pause vom Raubtierkapitalismus, um sich
wieder zu erholen. Wir bewegen uns in ein neues Zeitalter der
Nachhaltigkeit. Finanzmittel sollten in neue, saubere Energien
investiert werden. Groß ist nicht besser. Die meisten Jobs
werden durch innovative Mittelstandsunternehmen geschaffen.

Obama-Rede: Wie werden die Amerikaner wählen?

Barack Obama hat im Football-Stadion
von Denver alle wichtigen Themen angesprochen. Die Zuschauer waren
berührt. Die Reaktion der jubelnden 75,000 begeisterten Anhänger
war erwartungsgemäß.

Wir dürfen in Europa aber nicht
vergessen, dass in den USA andere Mechanismen die Wahl entscheiden
dürften. Zwei unausgesprochene Themen stehen im Raum:

  • Ist der Rassismus wirklich soweit
    überwunden, dass eine Mehrheit der weißen Amerikaner in
    den Südstaaten einen schwarzen Präsidenten wählt? Ich
    habe da meine Zweifel. Äußerlichkeiten und nicht Inhalte
    scheinen immer noch wichtiger zu sein.

  • Den Georgien-Konflikt hat McCain
    sofort ausgenutzt um alte Ängste zu schüren. Angst ist der
    größte Unsicherheitsfaktor in diesem Wahlkampf. Den
    Gegner als Sicherheitsrisiko oder als “unpatriotisch” zu
    diffamieren gehört zu den besten Wahlkampfwaffen der
    Republikaner, die George Bush schon sehr erfolgreich eingesetzt
    hat. In dieses Schema paßt auch der Vorwurf Obama sei zu jung
    und unerfahren, um Präsident zu werden.

Eigentlich müsste Obama bei den
derzeitigen wirtschaftlichen Problemen in den USA –
Immobilienkrise, Verschuldung der privaten Haushalte, Unbeliebtheit
des amtierenden Präsidenten – einen haushohen Vorsprung vor
McCain haben. Zwar führt Obama nach einer neuen Umfrage des
Instituts Gallup wieder mit 48 zu 42 Prozent. Das war aber nach dem
Parteitag zu erwarten.

Emotionen, Gefühle, Ängste
und Vorurteile werden die Wahl entscheiden und nicht Inhalte.

Nichtraucherschutz: Warum wir ein striktes Rauchverbot brauchen

Raucher freuen sich. Der Deutsche
Zigarettenverband hat das Urteil des Bundesverfassungsgericht zum
Rauchverbot als „Grundsatzurteil gegen die Ausgrenzung von
Rauchern“ und als Sieg gegen die "Regulierungswut der Politik"
begrüßt.

Vergessen wird dabei warum die Politik
schließlich einschreiten musste, um Nichtraucher vor dem Passivrauchen zu schützen.
Der öffentliche Raum wird und wurde von den meisten Rauchern
nicht geachtet, trotz viele Appelle für ein verständnisvolles
Miteinander.

 
Rauchen is eine
Sucht. S
üchtige
handeln häufig nicht mehr nach logischen Kriterien. Di
eser in der Sucht verankerte "Selbstzerstörungstrieb" ist besonders für nahe Familienangehörige eine sehr leidvolle Erfahrung. Die
Zigarattenindustrie macht Menschen mit kriminellen Methoden abhängig. Sie fördert dies Sucht indem sie heimlich die
suchtfördernden Substanzen (z.B. Menthol) in ihren Produkten erhöht hat. (Mehrere Urteile in den USA).

Hier einige Zahlen:

  • Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Nach Angaben
    der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stirbt alle sechs Sekunden  ein Mensch an den Folgen des Rauchens.

  • Beim Verbrennen einer Zigarette entstehen mehr als 4800
    chemische Stoffe. Etliche davon sind hochgradig giftig und
    krebserregend.
    Neben Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid entstehen unter anderem
    Benzol, Arsen und Polonium.

  • Wegen ihres Tabakkonsums sterben bundesweit jährlich
    etwa 140 000 Menschen vorzeitig. Zu den häufigsten Folgen
    des
    Rauchens gehören Krebs (besonders Lungenkrebs), Kreislauf- und Atemwegserkrankungen
    sowie Magengeschwüre. Durch Passivrauchen kommen jährlich
    rund 3300 Menschen ums Leben.
  • Damit
    verursacht das Passivrauchen laut Studie des Deutschen
    Krebsforschungszentrums mehr Todesfälle als illegale Drogen und
    Asbestbelastung zusammen.
  • Es
    kommt bei etwa 60 Säuglingen jährlich zum Tod durch
    Nikotin – entweder durch Passivrauch im Haushalt oder weil die
    Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.


Die
volkswirtschaftlichen Kosten des Rauchens sind immens und gehen in die Milliarden.
Aber solche Fakten sind in der aktuellen Diskussion für die Raucherlobby nicht relevant, weil Sucht blind macht. Süchtige fordern geradezu eine klare Grenzsetzung heraus. Deshalb brauchen wir zum Wohle Alle ein strenges, klares, bundeseinheitliches  Rauchverbot.

Simbabwe – Ideologie macht blind

Ich kann mich noch gut an den
simbabwischen Tyrannen Robert Mugabe erinnern, als er beim Erdgipfel
in Johannesburg 2002 die Bühne betrat. Thema der Konferenz waren
die globalen Probleme wie Armut, Klimawandel oder der Verlust von
biologischer Vielfalt. Mugabe ließ es sich aber nicht nehmen
die internationale Bühne zu nutzen, um gegen seinen Erzfeind
Großbritannien, „den Kolonialismus“ und die „Weißen“
zu wettern.
Schon vor fünf Jahren waren die
Probleme in Simbabwe offensichtlich. Die südafrikanische Presse
berichtete ausführlich über Hungernot, Elend und
Menschenrechtsverletzungen in der einstigen Kornkammer Afrikas.
Mehr als erstaunt war ich deshalb als
die Mehrheit der schwarzen Zuschauer Mugabe wie ein Volksheld
beklatschten und mit „Viva Mugabe!“ Rufe und Plakaten begrüßten.
Einige skandierten: „One settler one bullet“. (Ein Siedler, eine
Kugel).
Mugabe regiert inzwischen ein
entvölkertes Land. Millionen simbabwische Flüchtlinge haben
zu flucht in den Nachbarländern gesucht. Dort führt der
Flüchtlingsstrom zu erheblichen sozialen Spannungen. Der
südafrikanische Präsident Thabo Mbeki schweigt und führt
wie schon vor fünf Jahren „freundliche Gespräche“ mit
Mugabe. Mbeki verhindert standhaft im UNO Sicherheitsrat
scharf-formulierte Resolutionen gegen Mugabe. Mugabe und Mbeki waren
einst Freiheitskämpfer, die für Demokratie und
Menschenrechte gekämpft haben. Nun sitzen sie auf einem
„Götterthron“ und halten sich für unfehlbar. Jede
Kritik, die von Opposition, Gewerkschaft oder Presse kommt wird als
„kolonialistischer Angriff“ zurückgewiesen. Mbeki hat sich
vehement als Freiheitskämpfer im ANC für Sanktionen gegen
das Apartheid-Regime eingesetzt, die er nun aber im Fall Simbabwe
ablehnt.
Es ist eine traurige Wahrheit, die New
York Times Korrespondent Roger Cohen, jetzt so formulierte: „Manchmal
wird Sturheit in Blut gemessen und manchmal machen die Verletzungen
der Rassendiskriminierung blind“.

China erzwingt „Patriotische Erziehung“ in Tibet

Es kommen immer mehr beunruhigende Nachrichten aus Tibet. China setzt die "Patriotische Erziehung" fort. Alle Klöster sollen eine chinesische Fahne hissen. Mönche sollen  sich unter eine chinesische
Fahne stellen und dort erklären, der Dalai Lama habe die jüngsten
Proteste angezettelt und er sei ein Separatist. Mönche, die sich weigern werden verhaftet oder geschlagen. Klöster werden eingekesselt und bekommen keine Nahrungsmittel. Darüberhinaus drangsalieren Chinesen Tibeter. Chinesische Studenten sollen tibetische Studenten in vielen Teilen Tibets schlagen, ganz besonders in Lhasa. Für Tibeter setzen chinesische Verkäufer ihre Preise extra
herauf und Chinesen, die Fahrräder reparieren, lehnen es ab, einem
Tibeter sein Fahrrad instand zu setzen.

Beschränkt sich unsere Reaktion im Westen auf das Unterschreiben von Protest-Emails, um unser Gewissen zu beruhigen?

China lehnt Vermittlung in Tibet ab: Boykott wäre beste Antwort

Chinas Regierung lehnt jedwede ausländische Vermittlung ab. Die beiden letzten beiden ausländischen Journalisten aus der
tibetischen Hauptstadt Lhasa wurden ausgewiesen.   Ein Vorstoß des britischen Premierministers Gordon Brown, der
Möglichkeiten für einen Dialog zwischen China und dem Dalai Lama  sah, fand in Peking keinerlei Unterstützung.
«Ernstlich beunruhigt» kritisierte das Außenministerium am Donnerstag vielmehr, dass Brown den Dalai Lama im Mai in London empfangen will.
 
Wo bleibt die westliche Empörung? Wir alle müssen handeln. Wir haben die stärkste und wirkungsvollste Möglichkeit in der Hand, Druck
auf die chinesichen Machthaber auszuüben: Die olympischen Spiele sollten boykottiert werden. Noch besser: Wir alle sollten sofort keine chinesischen Produkte mehr kaufen. Menschenrechte gehen uns alle was an. 
 
 
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Macht zeigt den wahren Charakter

Es gibt ein wunderbares Zitat von Abraham Lincoln: "Gib einem Menschen Macht, dann zeigt sich der wahre Charakter". 
 
 Manager, die sich Millionengehälter gönnen, während sie von ihren Mitarbeitern verzicht fordern, Politiker, die vergessen wer sie zur Macht verholfen hat und "Stars" aus dem Showbusiness, die jedes gute Benehmen vergessen haben.  Geblendet von ihren Erfolgen und den Requisiten der Macht werden sie zu rücksichtslosen Egozentrikern, halten sich für unfehlbar und verfallen dem Wahn, sie seien vom Schicksal zum "Götterstatus" auserwählt worden.
 
Typische Merkmale: Sie sammeln speichelschleckende Ja-Sager um sich herum und sehen in jedem Menschen und Pressemedium, wo nur ein Hauch der Kritik kommt, den Feind und nicht den oft wohlgemeinten Ratschlag Fehler zu korrigieren. Die Welt wird in Gut und Böse eingeteilt und so sehen sie nicht mehr die Warnzeichen, die sie ins Verderben stürzen. Leere, Angst, Gier und Maßlosigkeit bestimmen dann das handeln.  Jüngstes Beispiel sehen wir im Afrikanischen Nationalkongress (ANC) in Südafrika. Es ist traurig anzusehen, wie aus einer visionären Befreiungsbewegung dessen alte Führungsspitze ein gutes Beispiel für alle war – Albert Luthuli, Oliver Tambo, Walter Sisulu und Nelson Mandela waren weltweit geachtet und geehrt –  durch Korruption, Gier und Machtmissbrauch zu einem Selbstbedienungsladen verkommen ist.  Die Motivation ist offenbar bei einigen schon lange nicht mehr zum Wohle alle, sondern zum Eigenwohl zu arbeiten. Es ist einfach mit Parolen und simplen Lösungsvorschlägen eine Masse hinter sich zu scharen. Die größten Probleme unsere Welt sind jedoch äußerst komplex und können nur durch eine vielschichtige Ursachenforschung  und Herangehensweise angegangen werden. Stammtischparolen schüren nur Emotionen und die sind immer schlechteste Ratgeber.

Zuma und die Zukunft Südafrikas

In Südafrika hat der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) den umstrittenen Jacob Zuma zum neuen
Parteichef gewählt. Sicher ist dass Südafrika nun einen gänzlich neuen Weg einschlagen wird. Einiges dürfte entscheidend für die demokratische Zukunft sein. Sollte Zuma oder seine Gefolgschaft die Unabhängigkeit der Medien oder der Justiz beeinträchtigen, wären dieses erste Alarmzeichen für eine gefährliche Negativspirale. Die Kampfabstimmung zwischen Präsident Mbeki und Zuma auf dem Parteitag sehe ich als gesunde, normale Entwicklung einer demokratischen Partei. Die  innerparteilichen Kämpfe in den USA werden ähnlich erbittert in den Vorwahlen ausgekämpft. Die Tatsache, dass Zuma mit populistischen Argumenten die Wahl für sich entschieden hat, deutet auf ein anderes weltweites sozioökonomisches Problem hin. Die Spaltung zwischen den Gewinnern der Globalisierung und der breiten Masse der Bevölkerung wird immer größer und ist vorest nicht lösbar. Auch Zuma wird sich mit den globalen wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten auseinandersetzen müssen und wird die Hoffnungen seines Wahlvolkes nicht erfüllen können.  Die  Polarisierung zwischen denen die Haben und sich reichlich an den Fettnäpfen bedienen und denen weit da Unten dürfte auch in Südafrika zu einigen Eruptionen führen – vielleicht auch zu einer Spaltung im ANC oder zu der Gründung einer neuen Linkspartei, wie in Deutschland. Der ausscheidende Präsident Mbeki ist eine tragische Figur. Auf seinem hohen Präsidentenstuhl hat er sich zunehmend von seiner Basis entfernt und den Stimmungswandel in seiner Partei komplett falsch eingeschätzt. Gravierende Fehler hat er in Sachen Simbabwe und AIDS gemacht, aber er hat für gesundes Wirtschaftswachstum und relative Stabilität am Kap (von der Kriminalität mal abgesehen) gesorgt.

Ein Lichtblick bei der Stromversorgung

Wir sollten als Konsumenten auf die Machenschaften der großen Energiekonzerne mit den Füssen abstimmen. Offenbar haben die Unternehmen noch nichts vom Klimawandel gehört, wollen zurück in die Vergangenheit und dutzende Kohlekraftwerke in ganz Deutschland bauen. Jetzt kommen die Skandale um die mangelnden Sichrheitsmaßnahmen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel hinzu.  Ich habe meine Stromversorgung auf Ökostrom umgestellt. Die letzte Stromerhöhung meines bisherigen Anbieters war nur noch der letzte Auslöser.  Lichtblick-Strom ist nicht nur günstig (18,98 Ct/kWh), sondern bietet zu 100 Prozent umweltfreundlichen Strom aus Wasser, Biomasse, Sonnenenergie und Windkraft. Der Service ist exzellent und außerdem unterstützen 250,000 Kunden den Regenwald mit jeweils einen Quadratmeter in Ecuador. Der Versorger unterstützt zusammen mit GEO schützt den Regenwald e.V. und einer örtlichen Umweltorganisation das Projekt. Dabei werden Flächen erworben, die von beteiligten Gemeinden landwirtschaftlich ökologisch genutzt oder von diesen unter Schutz gestellt wurden.