Was ist Unternehmensvitalität?

Happiness and joy. Young happy female

 

Von Reino Gevers

Im Wettbewerb um Kunden und Märkte geht es längst nicht nur um „Vorsprung durch Technik“. Innovative und vitale Unternehmen erkennen wir an der Motivation ihrer Mitarbeiter, die sofort in positive Resonanz mit dem Kunden gehen.

Es gibt nur wenige Unternehmen, die es verstanden haben, dass eine Investition  in die Gesundheit und Weiterbildung der Führungskräfte und Mitarbeiter, der entscheidende Vorsprung ist.

In der digitalen Welt, wo die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer fließender werden, können wir nicht mehr zwischen den  Lebensbereichen trennen. Wohlbefinden und Glück in Beruf und Familie sind untrennbar miteinander verbunden. Der Mensch muss mit seinen ganzheitlichen Bedürfnissen und Gefühlen wahrgenommen werden.

Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen, wie Erschöpfungsdepression oder Burnout, haben in der Regel einen Vorlauf von mehreren Jahren des extremen Ungleichgewichts zwischen Anspannungs- und Erholungsphasen. Diese können sich auch aufgrund einer privaten Belastungssituation ergeben, die einem Vorgesetzten nicht bekannt ist.

  • Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sollte in einem nachhaltigen Gesamtpaket eingebettet werden. Einzelne Maßnahmen, wie der Obstkorb auf dem Schreibtisch reichen bei weitem nicht aus. Vielmehr sollten Beschäftigte innerhalb des Betriebes eine erste Anlaufstelle haben, wenn es um die Lösungssuche aus einer belastenden Situation geht.
  • Die Selbstverantwortung in Sachen Gesundheit und Vorsorge sollte aktiv vom Unternehmen gefördert und unterstützt werden.
  • Weiterbildungsmaßnahmen sollten nicht nur auf technische Themen bezogen, sondern fortlaufend die „soft skills“ optimieren. Dazu gehören Trainings zu Führungskräfteverhalten, Teammotivation, Stress-Resilienz und mentale Fähigkeiten.

Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wertgeschätzt fühlen strahlen diese positive Resonanz beim Kunden aus und gewinnen die Besten der Besten auf dem Markt.  Eine starke, vitale und motivierte Belegschaft ist Ideenreich und in der Lage sich schnell an neue Marktgegebenheiten anzupassen. Solche Unternehmen haben in Krisenzeiten und im internationalen Wettbewerb den entscheidenden Vorsprung während andere in eine systemische Erschöpfungsspirale nach Unten taumeln.

 

 

 

Eine einfache Lösung für unser allergrößtes Gesundheitsrisiko

Zeitgleich mit dem Anstieg der Lebenserwartung, sollten wir uns einige Gedanken über den wirklichen lifestyleZustand der Volksgesundheit machen.

Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes II, (RKI-Studie) sind allein in den letzten zehn Jahren in Deutschland um 38 Prozent angestiegen. Die Optimisten unter den Gesundheitsexperten wollen uns erklären, dass solche Erkrankungen bei einem steigenden Lebensalter normal seien.

Dabei wird viel zu wenig über die Qualität und die Freude des Lebens bei steigendem Alter gesprochen. Länger leben heißt noch lange nicht besser leben.

Wie glücklich und wie flexibel wir uns auf der körperlichen und mentalen Ebene bewegen, hängt ganz entscheidend davon ab, wie beweglich wir auf der körperlichen Ebene bleiben. Bei den allermeisten Menschen ist es tatsächlich möglich bis ins hohe Lebensalter gesund, schmerzfrei und glücklich zu leben. Das ist die positive Nachricht. Die etwas weniger gute Nachricht: Wir müssen dafür etwas tun und zwar täglich.

Die einfache Lösung für unser größtes Gesundheitsrisiko, heißt schlichtweg mehr Bewegung. Das ist für die allermeisten von uns die bekannte alte Nachricht. Problem dabei. Wenn wir jahrzehntelang uns auf einem alt-gewohntem Trampelpfad begeben haben, ändern wir sehr selten unser Verhalten. „Coach-Potato“ bleibt in der Regel „Coach-Potato.“ Der Wille mag da sein, der Geist streikt. Hier einige Tipps, wie Sie den inneren Schweinehund überwinden können:

  • Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Wenn ihr Vorhaben scheitern sollte, haben Sie noch dazu ein schlechtes Gewissen und werden versuchen, das Gefühl „versagt zu haben“ auf andere Art zu kompensieren.
  • Fangen Sie z.B. mit einfachen Spaziergängen an. Weniger als 30 Minuten aktive Bewegung am Tag wird bereits ein deutlich besseres Körpergefühl herbeiführen.
  • Suchen Sie sich einen Ort aus, wo sie gerne hingehen. Sie werden nach kurzer Zeit wieder aufgeben, wenn Sie eine Bewegungsart aussuchen, die nicht Ihrem Spaßfaktor entspricht.
  • Setzen Sie sich SMART-Ziele: spezifisch, messbar, aktivierend, realistisch und terminiert (am besten im Terminkalender)
  • Ein realistisches Ziel setzen z.B. zwei Einheiten von 15-Minuten aktive Bewegung am Tag hat gute Erfolgschancen. Kleinere Schritte und kleinere Erfolge führen schließlich zum Durchbruch aus dem alten Gewohnheitsmuster.

Überprüfen Sie Ihre innere Einstellung und vergleichen Sie sich nicht mit anderen. „Ich liebe, ehre und achte meinen Körper, wie er jetzt ist.“ könnte ein hilfreiches persönliches Mantra sein. Probieren Sie es aus!

Wenn Sie die ersten Schritte gemacht haben, werden Sie bereits nach wenigen Wochen merken wie gut sich der Körper anfühlt und dieses erfrischende Gefühl von Vitalität und Kraft für immer pflegen wollen. Der Körper ist schließlich der Schleifstein unserer Seele.

„Glücks-erlebnis“ – es kommt darauf an, wofür wir unser Geld ausgeben

Wiumhlangarocksr stehen immer wieder vor der schwierigen Entscheidung: Geben wir unser Urlaubsgeld tatsächlich für einen Urlaub aus oder nutzen wir es, um neue Möbel oder Kleidung zu kaufen.

Für einige Tage erfreuen wir uns an den neuen Sachen. Es ist dennoch erstaunlich wie schnell der Reiz an dem Neuen verflogen ist und ein Frustgefühl hinterläßt – schon halten wir nach dem nächsten zu kaufenden Gegenstand Ausschau.

Wenn wir Menschen darauf ansprechen uns auf eine Erlebnisreise zu den Delfinen und Elefanten nach Südafrika zu begleiten, hören wir immer wieder: „Würde ich ja gerne mal machen, ist mir aber zu teuer.“ Es ist eine Falle in die wir alle tappen.

Die beiden Forscher Leaf van Boven und Thomas Gilovich haben sich schon 2003 mit der Frage beschäftigt, ob es uns glücklicher macht, unser Geld in materielle Güter zu investieren, oder darin, etwas zu erleben, wie Urlaube, Konzertbesuche oder Restaurantbesuche.

In mehreren Experimenten zeigten die Forscher, dass es Menschen glücklicher machte, über ein vergangenes Erlebnis, für das sie Geld ausgegeben hatten, nachzudenken, als über ein materielles Gut, das sie erworben hatten.

Die Autoren spekulieren, dass Erlebnisse wichtiger für unsere Identität sind, da wir sie als einen Teil unserer Person sehen und erinnern, was für die meisten Konsumgüter nicht gilt. Erinnerungen an schöne Erlebnisse bleiben ein Teil unseres Selbst und unserer persönlichen Vergangenheit. Auch andere wichtige Aspekte wurden dabei erkannt:

– Wir sehen, das in der Vergangenheit erlebte viel positiver als es tatsächlich war. Wir erinnern uns an den Geruch des Indischen Ozeans, die Gewürze auf dem Markt, die wunderbare Begegnung mit dem interessanten Ehepaar aus Australien. Der anstrengende Flug, der Stress mit dem Zoll und die Magen-Darm Grippe rückt in den Hintergrund.

– Wir gewöhnen uns viel schneller an Objekten als an ein neues Erlebnis, so der Forscher Gilovich . Der neue BMW ist in den ersten Tagen sehr interessant aber die Freude daran ist nach ein paar Wochen längst nicht mehr so groß wie beim Kauf. Das windsurfen auf dem Meer hat jedoch einen ganz anderen Effekt. Wir können uns immer wieder neu daran erfreuen und jedes Mal ist es wieder ein bischen anders.

– Objekte sind leicht miteinander vergleichbar. Der Status-Effekt ist schnell verflogen, wenn Nachbar Schmidt mit dem gleichen BMW um die Ecke kurvt. Erlebnisse werden individuell verarbeitet und erlebt. Wir waren vielleicht am gleichen Ort wie Schmidts, kommen jedoch mit völlig unterschiedlichen Erinnerungen daran nach Hause.

IMG_2178Jeder unsere Yoga Erlebnis-Reisen, ob nach Zimbabwe, Südafrika, Griechenland oder waren unvergesslich. Wir haben die unterschiedlichsten Menschen dabei kennengelernt – mit ihren Höhen und Tiefen. Einige unsere Teilnehmer erzählen noch Jahre später wie einmalig der Blick auf eine große Herde Elefanten vor einem Wasserloch bei Sonnenuntergang war. Ein altes chinesisches Sprichwort lautet: „Einmal gesehen ist tausendmal gehört.“

Link: Südafrika Tour 2015